Bis 1.10.2016 bewerben auf Kulturfördersonderprogramme MV 2017 i.H.v. 800.000 Euro

Das Land will im kommenden Jahr die Kulturszene stärker unterstützen und legt verschiedene Sonderförderprogramme auf. Neben einem Förderprogramm für Investitionen sind ein Programm zur Sicherung von schriftlichen und audiovisuellen Kulturgütern, eine Projektförderung im Rahmen des Landesheimatprogramms und ein Förderprogramm zur Stärkung der Erinnerungskultur geplant. Kulturschaffende und Projektträger, die von dieser Förderung profitieren wollen, sollen bis zum 1. Oktober 2016 einen gesonderten Antrag einreichen. Die Sonderförderprogramme haben einen Gesamtumfang von 800.000 Euro.

 

Zur Pressemitteilung: www.regierung-mv.de/serviceassistent/_php/download.php

Servicecenter Kultur: Beratungsstelle für Kulturschaffende eingerichtet (Pressemitteilung)


kulturratschlag (x) schwerin: ZWEITER Ratschlag "Kulturmillion für Innovationsfonds"


Artikel "Kulturräte in M-V"


TTIP

Am 21. Mai, am Internationalen Tag der kulturellen Vielfalt, protestierten viele Kulturschaffende, Kultureinrichtungen und Kulturverbände in Deutschland gegen das geplante Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA, TTIP.

Es geht um die Buchpreisbindung, die öffentliche Kulturförderung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, das europäische Urheberrecht, die vielen kleinen kulturwirtschaftlichen Betriebe und um noch viel mehr.

Doch warum protestieren wir eigentlich gegen TTIP?

TTIP soll dazu dienen, den Handel von Gütern und Dienstleistungen zwischen den USA und der Europäischen Union zu verbessern, indem bestehende "Handelshemmnisse" beseitigt werden sollen. Solche "Handelshemmnisse" für potentielle US-amerikanische Unternehmen in Deutschland sind z.B. die Buchpreisbindung, das europäische Urheberrecht, die öffentliche Kulturförderung und die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die Haushaltsabgabe. Für uns sind das keine Handelshemmnisse, sondern es ist die Voraussetzung, um auch in der Zukunft eine Vielfalt an kulturellen Gütern produzieren zu können. Doch ist die Sicht nicht zu kulturzentriert?

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert (CDU) hatte vor wenigen Monaten in einem "Gegenplädoyer" zur Position des Deutschen Kulturrates die Frage gestellt, warum die Kultur bei TTIP so mutlos agiere? Er schrieb in Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates (01/2015, Seite 1-2): "Angesichts der verhärteten Fronten ist zwischenzeitlich aus dem Blick geraten, dass TTIP außer den prognostizierten Impulsen für Wirtschaft und Beschäftigung, die nur schwer zu belegen und sicher nicht einklagbar sind, für die EU mit weniger als einem Zehntel der Weltbevölkerung die Chance bietet, gemeinsam mit den USA möglichst hohe globale Standards zu setzen und unseren westlichen Ansprüchen, etwa in den Bereichen Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz und öffentliche Einrichtungen weltweit Geltung zu verschaffen."

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturates, Olaf Zimmermann, sagte: "Ich finde auch, wenn durch globale Standardsetzung mittels TTIP den Armen in der Welt wirklich geholfen werden könnte, dann sollte der Kulturbereich nicht kleinmütig sein und seine Bedenken hintanstellen. Aber nichts, leider überhaupt nichts spricht dafür, dass durch TTIP den Verhungernden und den Ungebildeten in den Entwicklungsländern bessere Lebenschancen ermöglicht würden. Die Globalisierung der Märkte befreit die Armen nicht aus ihrem Elend. Im Gegenteil, die globalisierten Märkte machen nur die Reichen immer reicher. Und deshalb geht es bei dem Kampf gegen TTIP nicht nur um den Erhalt der Buchpreisbindung, um die Möglichkeit auch in der Zukunft als Daseinsvorsorge mit öffentlichen Mitteln Kultureinrichtungen zu finanzieren, um die weitere Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und um die Vielfalt der kleinen kulturwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland, die einem ungebremsten Konkurrenzdruck durch die amerikanischen Medienmultis nur wenig entgegen zu setzten haben. Es geht um noch viel mehr!"

Weitere Informationen über den Aktionstag und die Veranstaltungen am Aktionstag unter:

www.tag-gegen-ttip.de.

www.kulturrat.de/detail.php

www.kulturrat.de/dokumente/buecher/vorschau-ttip-ceta.pdf


1. Ratschlag des Schweriner Kulturrats


Kreiskulturkonferenz | 6. September 2014


Gründungserklärung des kulturratschlag (x) schwerin

4. Stammtisch "Kultur, Wirtschaft & Verwaltung" am Mittwoch, 26. September 2018 um 20 Uhr im "Platon"

Der nächste, 4. öffentliche Stammtisch des kulturratschlag (x) schwerin findet am Mittwoch, den 26. September 2018 um 20 Uhr im Platon in den Schweriner Höfen statt. Alle Kulturschaffenden und -interessierten sind herzlich willkommen, wenn wir diesmal fragen: "Kulturfinanzierung in Schwerin - Was wird aus den freigewordenen Mitteln aus dem Landeshauptstadvertrag?"

 

Veranstalter ist der kulturratschlag (x) schwerin, ein spartenübergreifendes und politikunabhängiges Selbstvertretungsorgan und Netzwerk für alle Kulturakteure in der Landeshauptstadt und Umgebung.


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